Bayronman Bobbe: Ein Oberpfälzer kommt an den Tegernsee.

Für empfindliche Seelen ist der Bobbe…
…teils vielleicht zu urig und derb. Aber im Grunde bin ich ein sehr herzlicher Mensch. Im Endeffekt ist der Großteil meiner Gäste heilfroh, dass ich Thematiken nicht umschreibe, sondern sie einfach grad hinaus posaune.

Als Oberpfälzer am Tegernsee…
…fühl i mi teilweis mehr dahoam als in der Oberpfalz. Die Seen san tiefer, de Berg höher, aber mei Herz schlagt für ganz Bayern: für mich der schönste Platz auf Erden – da bin i dahoam!

Wenn ein Tegernseer mal in die Oberpfalz käme…
…einen Unfall hätte und um „Hilfe“ schreien müsste, kämen zwei Probleme auf. Zum einen würde ihn aufgrund der teilweise spärlichen Besiedlung wohl keiner hören und wenn doch käme Problem 2: Man würde ihn nicht verstehen.

Feuerwehrfeste sind…
…eine Tradition, wo sich Alt und Jung, Dick und Dünn, Arm und Reich, Deppn und Gscheite, Scheene und Greisliche treffen. Und für mich eine Pflichtveranstaltung, denn hier lallt und schwankt dir das Material für meine Bühnenfigur nur so entgegen.

Und wenn ma an Obapfölza Dialekt schreim miassat…
…moe mim Schlüter hinta de zwölf gölben Shöll-Tankstölln ins Hoiz aue und o‘gschniena Bamstümpf mit da Keen für d‘Lätt‘n auaschloipfa! (Muss ich mit dem Schlüter hinter den zwölf gelben Shell-Tankstellen in den Wald fahren und die abgeschnittenen Baumstümpfe mit der Kette aus dem Schlamm rausziehen).

Das Gespräch mit Bayronman Bobbe führten wir anlässlich ihres Gastspiels im Ludwig-Thoma-Saal in Tegernsee im Okatober 2019.

Seeseiten, Herbst 2019.